HeyMarw.de in 2013 fotografiert von Stefanie Herzer

Foto geschossen von Stefanie Herzer (http://www.natural-light.org)

Meine Geschichte:

Ich erinnere mich, als ich meine erste Kamera mit 14 Jahren von Ricoh gekauft habe: Ich war frustriert, dass ich nicht einfach das, was ich durch meinen Sucher sah, festhalten konnte.

Es dauerte lange und es war viel Geduld nötig, aber ich blieb dran, und als ich es schließlich schaffte, alles auszuarbeiten, fing ich an, einige spektakuläre Bilder aufzunehmen. Eine besondere Inspiration für die Fotografie war dabei meine Tante, die zu dieser Zeit hauptberuflich fotografierte und mich zu jeder Zeit wieder antrieb weiter zu machen.

Einer meiner Freunde arbeitete als angesehener Partyfotograf und konnte mir zwischendurch eine Nikon DSLR ausleihen. In einer Nacht auf dem Rückweg von einer Party entdeckten wir einen Bagger und schossen die ersten Aufnahmen. Weiter ging es mit Graffiti Fotos – diese Bilder kennt wohl jeder. Im Alter von 17 Jahren kaufte ich mir meine erste Spiegelreflexkamera (Canon 400D mit Kit-Objektiv für 444,- bei Saturn). Diese ziert sogar heute noch ein Regal im meinem Wohnzimmer, um mich stets an meine Anfangszeiten zu erinnern.

Die erste Spiegelreflexkamera in der Hand – ein geniales Gefühl dieses Klicken vom Spiegel zu hören. Der Klick bei einer Kamera ist das, was der Auspuff für das Auto und der Subwoofer für die Musikanlage ist. Bei den Spiegelreflexkameras hört man den „Shutter“ schnell hin und her springen. Ich war begeisterter Besitzer einer DSLR: Immer, wenn sich die Möglichkeit ergab probierte ich neue Sachen aus und bildete mich mit den ersten Videos von Video2Brain weiter. Ich fing an zu Lesen, obwohl ich nichts weniger mochte.

Mit 18 Jahren konnte ich endlich mein Hobby auch als „angesehener Partyfotograf“ am Wochenende ausüben. Für freien Eintritt, Verzehrgutscheine und Trinkgeld, klapperte ich die Clubs ab und fotografierte Leute auf der Party. Ich versuchte aus jeder Perspektive das Beste rauszuholen. Nachts nach der Party wurde dann das Preset (So etwas wie ein nachträglicher Filter) im Batch über die Bilder laufen lassen. Danach startete der Upload mit meiner 1 Mbit Leitung und dauerte meist bis zum Frühstück.

Anfangs dachte ich, dass Stillleben und Produktfotos eher nicht meins waren. Ich wollte viel lieber mit Menschen interagieren. Menschen die behaupteten „es gibt keine schönen Fotos von mir“ davon zu überzeugen, dass es ohne Anspannung und in einer lockeren Atmosphäre sogar Spaß macht und es mit den richtigen Tricks möglich ist, sich selbst von einer völlig neuen Seite zu entdecken, ist ein Ziel, das ich bis heute verfolge.

Mit der Ausbildung in der Bank und dem ersten Gehalt wurde die erste Investition in ein 50mm 1.8 Objektiv getätigt. Ich war hin und weg, dass die geringe Schärfentiefe und das Bookeh so einen schönen Effekt erzielen konnten. Meine Tante schenkte mir daraufhin ein 50mm 1.4 von Canon, da man dort die Schärfe besser einstellen konnte.

In den Jahren Jahre 2011-2014 hatte ich eine Phase, in der ich mich von der Fotografie abgewendet hatte. Doch mit den ersten Videos auf YouTube von Benjamin Jaworskyj lebte meine Leidenschaft wieder ganz auf. Mit einem neuen Kamerabody und mehr Wissen besuchte ich die USA, wo meine Tante und mein Onkel mich zu den schönsten Orten von Kalifornien mitnahmen. Ich schoss eine Menge beeindruckender Bilder und war stolz darauf. Durch viel Lob, Anregungen und Kritik entwickelte ich mich stetig weiter.

Bis heute bereue ich nicht, die Fotografie weiter verfolgt zu haben. Vor zwei Jahren während meiner Studienzeit, stieg ich dann voll ein und machte erst Fotos von Freunden. Dann fotografierte ich auch im Rahmen von Projekten und Bewerbungsbildern innerhalb der Uni und meldete ein Gewerbe an. Durch viele Weiterempfehlungen fotografierte ich in vier Jahren Studium rund 140 Leute, von denen ich viele Fotos bei LinkedIn und Xing wiedererkenne. „Ich hasse es Bewerbungsfotos machen zu lassen, die werden nie schön!“ – sagte auch einst meine Freundin, die ich über die Fotografie und das Studium kennenlernte. Ihr, aber auch vielen anderen Menschen, konnte ich beweisen, dass mit etwas Zeit und aktiver Kommunikation selbst Bewerbungsfotos begeistern können.

HeyMarw.de am Fotos schiessen

Foto geschossen von Stefanie Herzer

Heute arbeite ich als Marketing Manager bei einem bekannten Hersteller für IT-Produkte und mir kommen die Fähigkeiten, mich mit Photoshop und dem PC auseinandergesetzt zu haben in positiver Weise zu Gute.

Warum jetzt dieser Blog?

Jetzt möchte ich gerne mein Wissen über die Fotografie mit euch Teilen und euch alles was ich über die Fotografie weiß in diesem Blog weitergeben! Ich würde mich natürlich darüber freuen, wenn einige von euch meinen Blog mit Freunden teilen, die ebenfalls folgenden Satz oft genug gesagt haben:

„Ich habe eine coole Spiegelreflexkamera, habe aber keinen Plan von all den Funktionen“

Übrigens: Das schlimmste Kompliment, das du einem Fotografen machen kannst ist: „Das Bild sieht klasse aus“ – „Du musst ja eine teure Kamera haben.“

Grundsätzlich kann man heutzutage mit einem Smartphone exzellente Bilder schießen, die Kunst ist es mittlerweile also nicht die Basics zu beherrschen, sondern etwas zu machen, was sonst keiner macht oder kann!

Ich freue mich über jeden Kommentar und jede Rückmeldung.

Als ersten Beitrag könnt ihr euch etwas zum Thema Belichtungsmessung durchlesen.

Euer Marw :)

Marwin M.

 

 

 

 

 

 

 

P.S.: Das hier ist das aktuellste Foto, was ich von mir mit Kamera habe. Dieses Foto ist ebenfalls von Stefanie Herzer