3 Basis-Tips für bessere Smartphone Fotos

1. Die Regel der Drittel beachten

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass Smartphone Fotos in denen das Objekt mittig platziert ist oft schnöde und langweilig wirken?

Die „Regel der Drittel“ ist eines der ersten Dinge, die Anfänger-Fotografen in den Kursen über Fotografie lernen, und zwar zu Recht, damit Sie ausgewogene und interessante Aufnahmen machen können. Diese ist super einfach auch mit deinem Handy anwendbar.

Ich sage jedoch direkt, dass Regeln dazu bestimmt sind, gebrochen zu werden und dies zu ignorieren bedeutet nicht, dass deine Bilder uninteressant sind. Eine kluge Frau sagte einmal zu mir, dass wenn man versucht eine Regel zu brechen man diese zuerst beherrschen sollte. Denn durch bewusste Fotografie kann man deutlich schönere Bilder erzielen als durch einfaches Knipsen.

Bei der Drittel-Regel wird das Bild gedanklich in neun Teile geschnitten. Man zieht zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien, so dass alle neun Teile gleich groß sind. Das zu fotografierende Motiv wird an einem der vier Schnittpunkte angelegt, man kann es aber auch längs einer Linie platzieren. Beim Bild von Maligne Lake sind das Bootshaus und die rechten Steine im Schnittpunkt.

Schaltet in eurem Smartphone doch einfach mal das Phi-Raster ein und probierts aus.

Hier zwei Aufnahmen zum verdeutlichen:

Maligne Lake Bootshaus mit Steinen im Vordergrund

Maligne Lake Bootshaus mit Steinen im Vordergrund

 

Skater im Skatepark Los Angeles

Skater im Skatepark Los Angeles / Venice Beach

2. Vordergrund und Hintergrund

Was damals im Kunstunterricht erzählt wurde, habe ich nie vergessen doch zuerst verstand ich nicht, wieso man Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund eines Bildes einzeln beschreiben musste. Jetzt verstehe ich den Bildaufbau deutlich besser und möchte euch Anhand der Beispiele zeigen, was damit gemeint ist. Ebenso findest du in vielen guten Filmen nahezu jeder Szene einen Vordergrund / Hintergrund der den Blick durch Schärfe/Unschärfe (im Pro-Modus durch eine kleine Blendenzahl erzielbar) auf ein bestimmtes Objekt lenkt. Achte bei deinem nächsten Serienabend einmal darauf. Du interessierst dich für die Blende zum Gestalten der Schärfe? Mehr Informationen zur Blende findet ihr hier.

Auch mit einem aktuellen Smartphone kannst du mit dem Vordergrund/Hintergrund spielen. Ebenso ist es durch einfaches Tippen bei den meisten Smartphones möglich die Schärfe zu verstellen. Probiert es doch einmal aus und setzt einen Vordergrund bewusst zur Bildgestaltung ein.

Nachfolgend Beispiele zur Verdeutlichung:

Elche im Nationalpark von Banff in Canada

Elche im Nationalpark von Banff in Canada

3. Eine Rahmen setzen

Oft entdecke ich, wie Leute große Gebäude oder interessante Motive fotografieren und dabei keine der beschriebenen Regeln beachten. Meist betrachten sie meine Bilder und wundern sich, warum diese so viel interessanter wirken. Im ersten Beispiel seht ihr alle drei Regeln angewandt, jedoch setzt der Passagierwagon der dort abgestellt war das Fördergerüst noch in einen Rahmen um den Blick des Betrachters bewusst zu lenken. Doch nicht nur durch Objekte kann man Rahmen setzen. Auch durch eine Vignette (Abdunklung an den Rändern) oder durch Motive im Hintergrund wird ein Objekt eingerahmt (siehe Beispiel 2).

Im letzten Bild trifft noch eine freundliche Lichtstimmung mit harten Schatten in die Fenster und somit erzeugt den Rahmen des Smartphone Fotos. Eine Vignette wie in Bild zwei, kann man unter anderem durch verschiedene Belichtungsmessung erhalten. Hier mehr Informationen zu den Arten der Belichtungsmessung. Die Belichtungsmessung kann bei manchen Smartphones im Pro-Modus eingestellt/eingeschaltet werden.

Fördergerüst der Zeche Zollern in Dortmund

Fördergerüst der Zeche Zollern in Dortmund

 

Offizier vor dem Checkpoint Charlie in Berlin

Offizier vor dem Checkpoint Charlie in Berlin

 

Framing the city of san francisco in coit tower

Coit Tower View

Fazit:

Ich denke, dass ich euch zumindest drei grundlegene Eigenschaften für bessere Fotos mit dem Smartphone mit auf den Weg geben konnte. Wie ich Anfangs schon sagte, kann man durch verschiedene Betrachtung, Unschärfe/Schärfe, Vordergrund/Hintergrund oder einen Rahmen bestimmte Objekte in Szene setzen. Das heisst nicht, dass jetzt in jeder Situation alle drei Regeln angewandt werden müssen! Schönheit von Bildern ist immer Subjektiv und liegt im Auge des Betrachters. Nicht jedes Bild in diesem Beitrag ist mit dem Smartphone aufgenommen, da diese zur Darstellung dienen.

Bis zum nächsten mal auf diesem Blog! Stay tuned!

Euer Marw

 

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